Ernährungs-ABC

Wussten Sie, dass Amaranth eine Getreideart ist? Oder wissen Sie, was sich hinter dem Begriff Nährstoffdichte verbirgt? Hier erfahren Sie es!

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A

Adipositas:
Eigentlich "Fettsucht", (Vermehrung des Körperfettgewebes)
Amaranth:
Aus Mittelamerika stammende Getreideart, deren Samenkörner ein sehr hochwertiges Eiweiß enthalten
Aminosäuren:
Wichtigste Bausteine natürlich vorkommender Eiweiße
Anorektika:
Fachbegriff für Appetitzügler
Antioxidanzien:
Substanzen, die vor der Schädigung zellulärer Strukturen durch Radikale schützen
Ascorbinsäure:
Fachbegriff für Vitamin C
Aspartam:
Süßstoff, der sich aus zwei Eiweißbausteinen zusammensetzt. Aspartam schmeckt 200-mal süßer als Haushaltszucker
Acesulfam:
Süßstoff, der 200-mal süßer als Haushaltszucker schmeckt
Ausmahlungsgrad:
Mehlausbeute beim Mahlen des Getreides. Bei der Gewinnung von Vollkornmehl beträgt der Ausmahlungsgrad 100%; bei Type 405 liegt er bei 50%

B

Ballaststoffe:
Substanzen, die im menschlichen Dünndarm nicht oder nur unvollständig verdaut und aufgenommen werden können. Im Dickdarm werden Ballaststoffe z.T. durch Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen z.B. kurzkettige Fettsäuren, die vom menschlichen Körper aufgenommen werden können
ß-Carotin:
Auch als Provitamin A bezeichnet, da es im menschlichen Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann. ß-Carotin zählt zu den fettlöslichen Vitaminen
Blanchieren:
Kurzes Erhitzen von Obst oder Gemüse in kochendem Wasser oder Wasserdampf.
Body-Mass-Index:
Messgröße zur Beurteilung des Körpergewichtes im Verhältnis zur Körpergröße. Der Body-Mass-Index errechnet sich nach folgender Formel: Gewicht in kg/ (Größe in m)² Übergewicht beginnt z.B. für die Altersgruppe der 35- bis 44-jährigen bei einem Körpermassen-Index über 26
Broca-Normalgewicht:
Körpergröße (in cm) minus 100. Bei einer Körpergröße von 165 cm läge das Normalgewicht also bei 65 kg
Broca-Index:
Errechnet sich aus dem Ist-Gewicht, dividiert durch das Broca-Normalgewicht
Broteinheit:
dient in der Diabetesdiät der Berechnung der Zufuhr verwertbarer Kohlenhydrate. Zu den verwertbaren Kohlenhydraten zählen z.B. Stärke und Haushaltszucker. Nicht verwertbare Kohlenhydrate zählen zu den Ballaststoffen. Eine Broteinheit entspricht 12 g verwertbare Kohlenhydrate

C

Carnitin:
Substanz, die innerhalb der Körperzellen Fettsäuren zum Ort ihres Abbaus transportiert. Carnitin wird vom menschlichen Organismus gebildet und mit der Nahrung aufgenommen
Cerealien:
Fachbegriff für Getreide
Cholecalciferol:
Fachbegriff für Vitamin D3, das ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt
Cholesterin:
Cholesterin wird vom menschlichen Körper selbst gebildet, aber auch mit der Nahrung aufgenommen. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Körperzellmembranen und Vorstufe bei der Bildung von Hormonen. Dauerhaft erhöhte Cholesterinwerte im Blut können zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten führen
Cholin:
Cholin wird sowohl vom menschlichen Körper selbst gebildet als auch mit der Nahrung aufgenommen. Cholin ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und Ausgangssubstanz für die Bildung verschiedener Stoffe, z.B. für Zellmembranbestandteile
Cobalamin:
Fachbegriff für Vitamin B12
Crash-Diät:
Diät, die durch stark eingeschränkte und/oder einseitige Nahrungszufuhr kurzfristig zu einem großen Gewichtsverlust führt
Cyclamat:
Süßstoff, der etwa 35-mal süßer schmeckt als Haushaltszucker.

D

Dämpfen:
Schonendes Zubereitungsverfahren mit Wasserdampf. Die Nahrungsmittel werden in einem Siebeinsatz in einem geschlossenen Topf, dessen Boden mit Wasser bedeckt ist, gegart
DGE-Empfehlungen:
Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Zufuhr an Nährstoffen
Dünsten:
Garen in wenig Flüssigkeit, z.T. auch mit Fettzusatz

E

Energiebedarf:
Der Energiebedarf setzt sich aus dem Energiebedarf zur Abdeckung des Grundumsatzes und des Leistunsbedarfes zusammen. Der Energiebedarf wird von verschiedenen Faktoren, wie Alter, Geschlecht, körperlicher Aktivität und klimatischen Bedingungen, beeinflusst
Energiebilanz:
Verhältnis von Energie- bzw. Kalorienzufuhr und Energieverbrauch. Ein Abbau von Fettgewebe kann nur erzielt werden, wenn der Kalorienverbrauch größer ist als die Zufuhr
Energiedichte:
Energiegehalt von Lebensmitteln im Vergleich pro Gewichtseinheit (z.B. kcal in 100 g)
Enteral:
Den Darm betreffend
Enzyme:
Biokatalysatoren, deren Funktion darin besteht, die Geschwindigkeit chemischer Reaktionen zu beschleunigen
Essenzielle Nährstoffe:
Nährstoffe, die der Körper selbst nicht bilden kann, zur Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Stoffwechselvorgänge aber benötigt

F

Fetthärtung:
Lebensmitteltechnologisches Verfahren, bei dem aus pflanzlichen oder tierischen Ölen Fette hergestellt werden, die bei Raumtemperatur fest sind.
Fettverteilungstyp:
Man unterscheidet bezüglich der Fettverteilung einen Apfel- und einen Birnentyp. Beim sog. Apfeltyp finden sich die überflüssigen Fettpolster v.a. im Bauchbereich, während der Birnentyp hingegen eher zu Fettansammlungen an Hüfte und Oberschenkel neigt. Bauchbetontes Übergewicht ist mit einem höheren Gesundheitsrisiko verbunden als hüftbetontes Übergewicht.
Formuladiäten:
Industriell gefertigte Diäten, die bei einer täglichen Kalorienzufuhr von etwa 800 kcal den Nährstoffbedarf des Körpers vollständig abdecken

G

Grundumsatz:
Energieverbrauch im Ruhezustand

H

Hyperglykämie:
Erhöhung der Blutzuckerkonzentration
Hyperlipidämie:
Erhöhung der Blutfettwerte
Hypertonie:
Bluthochdruck
Hyperurikämie:
Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut
Hyperphagie:
Stark erhöhte Nahrungsaufnahme

I

Idealgewicht:
Richtgröße zur Berechnung des Idealgewichtes ist das Normalgewicht nach Broca minus 10% für Männer bzw. 15-20% für Frauen

J

Jo-Jo-Effekt:
Nach einer Diät erreichen viele, da der Körper während der Diät auf Sparflamme geschaltet hatte, innerhalb kurzer Zeit ein höheres Gewicht, als sie vor der Diät besaßen. Dadurch wird man schnell dazu verleitet, gleich mit der nächsten Diät zu beginnen, nach der sich aber der gleiche Vorgang wiederholen kann

K

Körpermassen-Index:
s. Body-Mass-Index

L

Leistungsumsatz:
Energieverbrauch, der über den Grundumsatz hinausgeht. Der Leistungsumsatz ist der Teil des Gesamtenergieverbrauchs, den Sie selbst - z.B. durch sportliche Aktivität - steigern können

M

Metabolisches Syndrom:
Gleichzeitiges Vorliegen von Übergewicht, Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten, hohen Harnsäurewerten und Diabetes mellitus
Modifiziertes Fasten:
Hierbei wird der Mindestbedarf des Körpers an Eiweiß und Kohlenhydraten abgedeckt. Die Kalorienzufuhr liegt bei 400-600 kcal/Tag

N

Nährstoffdichte:
Nährstoffgehalt eines Lebensmittels im Vergleich zu seinem Energiegehalt. Im Rahmen einer Diät ist es besonders wichtig, Nahrungsmittel mit geringem Energiegehalt, aber hohem Nährstoffgehalt auszuwählen
Neohesperidin:
Süßstoff, der aus Zitrusfrüchten hergestellt wird

O

Obstipation:
Fachbegriff für Verstopfung. Häufigste Ursachen für eine Verstopfung sind Ballaststoff- und Bewegungsmangel

P

Proteinminimum:
Menge an Nahrungseiweiß, die der Körper täglich benötigt. Die tägliche Eiweißzufuhr sollte auch während einer Diät nicht unter 50 g liegen

Q

Quellstoffe:
wie z.B. Apfelpektin zählen zu den Ballaststoffen. Eine ballaststoffreiche Kost erleichtert die Durchführung von Diäten
Quetelet-Index:
Andere Bezeichnung für den Körpermassen-Index

R

Reduktionskost:
Diät mit dem Ziel der Gewichtsabnahme

S

Supplementation:
Ergänzung der Nahrung durch Einzelnährstoffe, (z.B. Vitamin C) oder Nährstoffkombinationen

T

Thaumatin:
Süßstoff, der aus der westafrikanischen Katenfrucht gewonnen wird
Thermogenese:
Bedeutet Wärmebildung. Einen Teil der aufgenommenen Nahrungsenergie verbraucht der Körper zur Wärmebildung. Wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass Übergewichtige nach der Nahrungsaufnahme einen geringeren Teil der aufgenommenen Kalorien in Körperwärme umsetzen als schlanke Menschen

U

Umsatzsteigerung:
eine Steigerung des Energieverbrauchs ist am leichtesten durch Muskelarbeit zu erreichen

V

Versteckte Fette:
Unsichtbarer Fettanteil von Nahrungsmitteln. Etwa die Hälfte der gesamten Fettzufuhr entfällt auf versteckte Fette

W

Waist-to-Hip-Ratio:
Verhältnis von Bauchumfang zu Hüftumfang. Diese Messgröße dient der Klassifizierung der unterschiedlichen Fettverteilungstypen. Bei Frauen deutet eine Waist-to-hip-Ratio, die über 0,85 (für Männer über 1) liegt, auf eine bauchbetonte Fettverteilung hin

Z

Zuckerersatzstoffe:
Naschkatzen können Kalorien einsparen, indem sie anstelle von Haushaltszucker Süßstoffe (z.B. Aspartam) verwenden. Zuckeraustauschstoffe (z.B. Sorbit), die häufig in Diabetiker-Lebensmitteln verwendet werden, liefern hingegen fast ebenso viele Kalorien wie Zucker